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Omega-3-Fettsäure waren doppelt so hoch
Die Universität Kassel hat Milchproben aus 15 Molkereien in ganz Deutschland untersucht. Dabei war der Anteil an so genannten ungesättigten Omega-3-Fettsäuren in ökologisch erzeugter Milch doppelt so groß wie bei Milch aus Intensivtierhaltung. Die regelmäßige Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren über das Essen könne helfen, Krankheiten vorzubeugen.
1 Liter guter Milch kann den halben Tagesbedarf decken
Bei der Vermeidung von Herzinfarkten und zur Vorbeugung von Krebserkrankungen werden Omega-3-Fettsäuren besondere Bedeutung beigemessen. Die niedrigsten Anteile an Omeag-3-Fettsäuren lagen den Angaben zufolge bei 0,5 Milligramm pro Gramm Fett, bei Weidekühen war es ein Milligramm, Spitzenbetriebe schafften sogar bis zu zwei Milligram. "Mit einem Liter guter Milch kann man fast den halben Tagesbedarf decken", erläuterte der Landwirtschaftsexperte von Greenpeace in Deutschland, Martin Hofstetter.
Die Milch aus konventioneller Landwirtschaft hatte ähnlich gute Werte wie Ökomilch, wenn die Kühe auf der Weide standen. "Das Futter ist entscheidend. Auch konventionelle Milch kann richtig gut sein, wenn die Tiere richtig gefüttert werden", sagte Hofstetter. "Es hat mich allerdings schon überrascht, wie groß die Unterschiede innerhalb der Milch aus konventioneller Landwirtschaft sind."
Verbrauchertäuschung bei Produktbezeichnungen
Auch im Winter sei die Qualität der Milch besser, wenn die Kühe mit Heu gefüttert würden und nicht mit Kraftfutter, sagte Hofstetter. "Ausgepowerte Hochleistungskühe geben einfach keine gute Milch." Die Studie habe auch ans Licht gebracht, dass nicht alle Produkte, die mit "Alpenmilch" oder "Milch aus Gründlandhaltung" betitelt sind, auch diese Milch enthalten. Das sei eine unangenehme Verbrauchertäuschung.
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